| Über Yoga
Was ist Yoga?
Für mich persönlich ist Yoga sowohl ein Übungsweg,
als auch der Zustand, den wir durch diesen Übungsweg erreichen
wollen: ein Zustand der Gegenwärtigkeit und Achtsamkeit. In der
körperlichen Praxis des Hatha Yoga üben wir, die Aufmerksamkeit
immer wieder neu auf die Atmung und die Bewegung zu richten und auf
das, was wir in uns wahrnehmen können – auf körperlicher,
emotionaler und energetischer Ebene. Wir üben, fühlend anwesend
zu sein im Hier und Jetzt - auf der Yogamatte und im täglichen
Leben. So können wir den Herausforderungen des Alltags mit mehr
Bewusstheit begegnen und haben wirksame Techniken an der Hand, um
uns wieder zu erholen und aufzutanken.
Der erste Satz der über 2000 Jahre alten Yoga Sutras von Patanjali,
der maßgeblichen Schrift des Raja Yoga - Wurzel aller Yogastile
- lautet: „Yogas chitta vritti nirodha.“ Das bedeutet:
„Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Wellen des Geistes.“
Die bewusste Praxis von Asanas (Körperübungen), Pranayama
(Atemübungen), Meditation und Tiefenentspannung dient in erster
Linie dem Ziel, das Gedankenkarussell zur Ruhe zu bringen.
Mehr über Yoga und weiterführende Informationen finden Sie
auf Wikipedia,
der freien Enzyklopädie.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Wurzeln des Yoga spiritueller
Suche und Philosophie entspringen. Wir können jedoch auch ohne
jegliche spirituelle Motivation großen praktischen Nutzen aus
der Yogapraxis ziehen. Wer sich auf den spirituellen Weg macht, was
auch immer das für jeden einzelnen bedeutet, wird im Yoga einen
klaren Übungsweg finden. Das gleiche gilt für Menschen,
die Yoga aus Gründen der rein körperlichen und geistigen
Ertüchtigung praktizieren möchten.
Hatha Yoga
„Ha“ bedeutet Sonne und „Tha“ bedeutet Mond.
Das bezieht sich auf die Atemübungen (Pranayama) und Körperübungen
(Asanas), die die einander entgegengesetzten Energien (aktiv/passiv,
männlich/weiblich heiß/kalt positiv/negativ Sonne/Mond
etc.) im Körper anregen und ausgleichen und für einen harmonischen
Energiefluss sorgen.
Es ist der Überbegriff für alle Yogastile, die mit Körperübungen
zu tun haben. Wer seinen Yogastil als „Hatha Yoga“ bezeichnet,
grenzt sich damit von anderen modernen Yogastilen ab (wie z. B. Iyengar
Yoga, Anusara Yoga, etc.)
Warum Yoga?
Die harmonisierende Wirkung des Yoga ist in vielen wissenschaftlichen
Studien erwiesen und dokumentiert: alle Körpersysteme werden
positiv beeinflusst: das Skelettsystem, insbesondere die Gelenke,
die Muskeln, das Nervensystem, das Drüsensystem, die inneren
Organe, insbesondere das Verdauungssystem, das Atmungssystem, das
Immunsystem etc.
Die Gelenkigkeit und Fitness des Körpers wird durch die kräftigenden
und dehnenden Asanas entscheidend verbessert und man lernt einfache,
wirksame Techniken, um den Körper tief zu entspannen.
Durch die Atemübungen (Pranayama) werden alle Zellen vermehrt
mit Sauerstoff versorgt, sie ermöglichen die Kontrolle der Lebensenergie
(Prana) in unserem Körper und laden uns mit neuer Energie auf.
Neben der Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens entsteht
auf auch geistiger Ebene eine Verbesserung der Konzentration, Entspannung,
Ruhe und Klarheit. Durch Meditation gelangen wir zu innerem Frieden,
indem wir lernen, den Verstand zu beobachten, die Gedanken zur Ruhe
zu bringen und uns mit einem Raum der Stille in uns zu verbinden.
Die körperlichen Übungen sind von einem hohen Maß
an geistiger Konzentration begleitet. Das unterscheidet sie von funktioneller
Gymnastik. Der Fokus liegt immer auf der Atmung und so wird die Bewegung
zur Meditation.
Insgesamt wird die Sensitivität geschult, wir lernen, die Bedürfnisse
unseres Körpers und auch subtilere energetische Empfindungen
vermehrt wahrzunehmen. |